https://www.businessinsider.de berichtet:
In der privaten Krankenversicherung (PKV) ist es ein weitverbreitetes Modell, dass Patienten, die innerhalb eines Quartals keinen Arztbesuch haben, Geld zurückbekommen. Eine Umfrage hat gezeigt, dass 56,4 Prozent der Deutschen diese Idee unterstützen. Dieser Ansatz wird auch von der FDP gefordert, insbesondere von Christian Dürr, der in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) eine Rückerstattung von Beiträgen für gesetzlich Versicherte vorschlug, die innerhalb eines Quartals keinen Arztbesuch hatten.
Das Modell der Beitragsrückerstattung in der PKV ist bereits etabliert. Hier erhalten Versicherte häufig Teile ihrer Beiträge zurück, wenn sie eine bestimmte Zeit lang keine Leistungen in Anspruch nehmen. Die Rückerstattung kann je nach Tarif bis zu 50 Prozent betragen und wird häufiger gewährt, je länger die Leistungsfreiheit dauert[5].
Die Idee, diese Methode auch auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) anzuwenden, wird jedoch von politischen Gegnern kritisiert. Sie befürchten, dass dies das Solidaritätsprinzip in der GKV gefährden könnte. Das Solidaritätsprinzip basiert auf der Idee, dass alle Versicherten einen Beitrag leisten, unabhängig davon, ob sie aktuell Leistungen in Anspruch nehmen oder nicht. Eine Rückerstattung von Beiträgen könnte diese Prinzipien untergraben und zu einer Ungleichheit zwischen den Versicherten führen[2][4].
Insgesamt bleibt zu sehen, ob das Modell der Beitragsrückerstattung in der GKV umgesetzt werden kann und welche Auswirkungen es auf die Gesundheitsversorgung und das Solidaritätsprinzip hätte.
Mehr dazu auf: https://www.businessinsider.de Gesetzliche Krankenkassen: Geld zurück, wenn man nicht zum Arzt geht? – Business Insider