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Der Artikel „Krankenkassen-Zusatzbeitrag so hoch wie nie zuvor: Experte gibt Tipps, wie Sie doch Geld sparen können“ von Bjarne Kommnick bietet mehrere Strategien, um trotz steigender Krankenkassenbeiträge finanziell zu entlasten. Hier sind die wichtigsten Punkte:

1. **Steuerliche Absetzbarkeit von Gesundheitskosten**: Unerwartet hohe Gesundheitskosten können als „außergewöhnliche Belastungen“ in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Dies umfasst Kosten für Brillen, Kontaktlinsen, Zahnersatz, kieferorthopädische Behandlungen, Heilpraktiker-Leistungen und Medikamente auf Privatrezept. Die Höhe der „zumutbaren Belastung“ richtet sich nach dem Einkommen, Familienstand und der Anzahl der Kinder[1][2].

2. **Steuerliche Absetzbarkeit von Dauerbehandlungen für Chronisch Kranke**: Chronisch Kranke können von steuerlicher Absetzbarkeit von Dauerbehandlungen profitieren. Wenn die Belastungsgrenze von zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens erreicht wird, übernimmt die Krankenkasse die weiteren Zuzahlungen. Für chronisch Kranke gilt eine noch niedrigere Grenze von einem Prozent[1][2].

3. **Gesundheitsbewusstes Verhalten**: Ein gesunder Lebensstil kann Geld sparen. Viele Krankenkassen belohnen gesundheitsbewusstes Verhalten, wie regelmäßige Vorsorgebesuche oder Sportaktivitäten, mit Geldprämien. Beispielsweise kann die AOK eine Prämie zahlen, wenn Versicherte über ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch genommen haben[1].

4. **Leistungspakete abwählen**: Einige Krankenkassen bieten die Möglichkeit, auf bestimmte Leistungen zu verzichten und im Gegenzug Geld zurückzuerhalten. Die Techniker Krankenkasse (TK) erlaubt es beispielsweise, bis zu fünf Leistungspakete abzuwählen, darunter Zuschüsse für künstliche Befruchtung oder Homöopathie. Versicherte können dadurch bis zu 90 Euro pro Jahr sparen[1].

5. **Krankenkassenwechsel**: Ein Wechsel der Krankenkasse kann sich lohnen, da nicht jede Krankenkasse die Zusatzbeiträge gleichermaßen erhöht hat. Es ist wichtig, die angebotenen Zusatzleistungen zu berücksichtigen, da diese sich deutlich unterscheiden können[1].

6. **Private Zusatzversicherungen**: Private Zusatzversicherungen könnten langfristig Kosten senken, aber sollten genau abgewogen werden, ob sie für den Versicherten sinnvoll sind. Die meisten privaten Krankenzusatzversicherungen bieten keinen wichtigen Versicherungsschutz, mit zwei Ausnahmen: Die private Krankentagegeldversicherung und die private Pflege­tage­geld­ver­sich­er­ung[1].

Diese Strategien können helfen, die finanzielle Belastung durch steigende Krankenkassenbeiträge zu reduzieren.

Mehr dazu auf: https://www.fr.de Krankenkassen-Zusatzbeitrag so hoch wie nie zuvor: Experte gibt Tipps, wie Sie Geld sparen können