https://www.nachrichten-heute.net berichtet:
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat erhebliche Bedenken gegen die geplante Finanzierung der Krankenhausreform geäußert. Verbandschef Gerald Gaß forderte, die notwendigen 50 Milliarden Euro für den Transformationsfonds aus dem geplanten Infrastruktur-Sondervermögen zu finanzieren, anstatt wie vorgesehen aus den Beiträgen der gesetzlich Versicherten. Gaß kritisierte die ursprüngliche Konstruktion als „ungerecht und rechtlich unsicher“ und sah in der Umstellung eine Chance zur nachhaltigen und rechtssicheren Finanzierung. Darüber hinaus betonte Gaß, dass die Krankenhäuser dringend finanzielle Unterstützung benötigten, um klimaneutral zu werden. Laut einem Gutachten sind rund 30 Milliarden Euro erforderlich, um die Krankenhäuser klimaneutral umzustellen. Gaß argumentierte, dass diese Investitionen einen deutlich größeren Effekt auf das Erreichen der Klimaziele hätten als vereinzelte Maßnahmen in Privathaushalten. Krankenhäuser seien nach seiner Meinung zu den größten Emittenten und müssten daher aktiv an der Klimaschutzbemühungen beteiligt sein. Die DKG kritisiert auch die derzeitige fallzahlabhängige Ausgestaltung der Vorhaltekostenfinanzierung und fordert eine Reform auf Basis solider Auswirkungsanalysen. Verbandschef Gaß betonte, dass die Krankenhausplanung jetzt sitzen müsse und eine zweite Chance nicht gegeben sei. Die DKG schlägt zudem das Zusammenlegen der bisher getrennten ambulanten und stationären Bedarfsplanung vor und fordert eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltung und mehr Eigenverantwortung der Akteure vor Ort. Insgesamt betont die DKG die Notwendigkeit einer umfassenden und nachhaltigen Finanzierung der Krankenhausreform, um die Klimaneutralität der Kliniken zu erreichen und die medizinische Versorgung zu verbessern.
Mehr dazu auf: https://www.nachrichten-heute.net Krankenhäuser wollen 80 Milliarden Euro aus Sondervermögen