https://www.focus.de berichtet:
Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen bleibt angespannt, trotz der jüngsten Beitragsanpassungen im Jahr 2025. Andreas Storm, Chef der DAK-Gesundheit, warnt vor steigenden Beiträgen und fordert schnelles Handeln von der neuen Bundesregierung. Storm beschreibt die Finanzlage als „desaströs“ und betont, dass die Reserven der Krankenkassen aufgebracht seien. Er appelliert an die neue Regierung, einen Kassensturz durchzuführen, um die Dringlichkeit und Dimension der Finanzprobleme zu erkennen.
Storm zeichnet ein Worst-Case-Szenario, in dem weitere Beitragserhöhungen unterjährig drohen, nach den teils kräftigen Erhöhungen der individuellen Zusatzbeiträge der Kassen zum Jahreswechsel. Er fordert einen Gesundheits- und Pflegegipfel innerhalb der nächsten zwei Monate im Kanzleramt, bei dem der neue Bundeskanzler, der Gesundheitsminister und Vertreter der Krankenkassen teilnehmen sollen. Das Ziel ist ein „Sofortprogramm“ für die Kassen, das einen höheren Bundeszuschuss und die Beendigung der verfassungswidrigen Finanzierung der Krankenhausreform umfasst. Darüber hinaus erinnert Storm daran, dass die Pflegeversicherung einen Anspruch auf Rückzahlung der Corona-Ausgaben hat, um eine Summe von sechs Milliarden Euro.
Auch der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, kritisiert die Politik und warnt vor Insolvenzen. Baas moniert, dass die Schere zwischen den Beitragseinnahmen und den Ausgaben im Gesundheitssystem immer weiter auseinandergeht und die Politik nichts dagegen tut. Zahlen des Portals „Politico“ stützen die Alarmstimmung der Kassenchefs, indem sie ein Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von mehr als sechs Milliarden Euro für 2024 melden. Der Verband der Ersatzkassen meldet ein Minus von 2,5 Milliarden Euro, die Allgemeinen Ortskrankenkassen ein Minus von 1,5 Milliarden Euro und die Betriebskrankenkassen von 1,4 Milliarden Euro[4][5].
Mehr dazu auf: https://www.focus.de DAK-Chef schlägt Alarm und warnt vor steigenden Beiträgen in den nächsten Monaten