https://www.aok.de berichtet:
Der GKV-Arzneimittelindex des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hat erneut aufgezeigt, dass die Arzneimittelpreise in Deutschland kontinuierlich steigen. Diese Entwicklung wird durch die zunehmenden Kosten für patentgeschützte Arzneimittel getrieben. Im ersten Halbjahr 2024 stiegen die Ausgaben für Arzneimittel um über 10 Prozent, was vor allem auf die Rückführung eines verringerten Herstellerabschlags zurückzuführen ist[1]. Die Nettokosten der Arzneimittel im Gesamtmarkt sind in den letzten zehn Jahren um 74,0 Prozent von 31,0 auf 54,0 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig hat die Anzahl der Verordnungen nur um 13,2 Prozent von 651,5 auf 737,3 Millionen zugenommen. Der durchschnittliche Preis je verordneter Arzneimittelpackung stieg von 47,60 Euro im Jahr 2014 auf 73,18 Euro im Jahr 2023, was einer Steigerungsrate von 54 Prozent entspricht[1][4]. Neu auf dem Markt eingeführte Arzneimittel tragen ebenfalls zu den gestiegenen Preisen bei. Der durchschnittliche Packungspreis für ein neues Arzneimittel stieg von 1.616 Euro im Januar 2012 auf 61.069 Euro im Januar 2024. Diese Daten zeigen, dass der bestehende regulatorische Rahmen dringend weiterentwickelt werden muss, um eine bezahlbare und nachhaltige Arzneimittelversorgung in der GKV zu sichern[1][4]. Die WIdO-Veröffentlichung „Der GKV-Arzneimittelmarkt: Klassifikation, Methodik und Ergebnisse 2024“ beleuchtet das Marktgeschehen im Arzneimittelbereich und liefert detaillierte Analysen zu den verordnenden Facharztgruppen und den Preisen der Arzneimittel. Die meisten Arzneiverordnungen wurden 2023 von Hausärztinnen und Hausärzten veranlasst, gefolgt von den hausärztlich tätigen Internistinnen und Internisten[1][4].
Mehr dazu auf: https://www.aok.de Erneuter Rekordwert bei den GKV-Arzneimittelkosten | G+G – AOK