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Der Artikel „Nürnberger Gesundheitsökonom zu Krankenkassen: ‚Zusatzbeiträge werden weiter steigen'“ behandelt die aktuelle Situation der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, insbesondere die Erhöhung der Zusatzbeiträge. Hier ist eine Zusammenfassung des redaktionellen Teils des Artikels:
### Erhöhung der Zusatzbeiträge
Die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung werden 2025 erheblich steigen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wurde von 1,7 auf 2,5 Prozent angehoben, was aufgrund einer wachsenden Finanzierungslücke der Krankenkassen notwendig wurde[1][3]. Viele Krankenkassen haben bereits angekündigt, ihre Zusatzbeiträge zu erhöhen, wobei die Höhe der Erhöhung von Kasse zu Kasse variiert. Beispiele hierfür sind die Techniker Krankenkasse, die ihre Beiträge verdoppeln wird, und die AOK Plus, die den Beitrag von 1,8 auf 3,1 Prozent erhöhen wird[3][5].
### Finanzierungslücke und Reformen
Die Erhöhung der Zusatzbeiträge ist notwendig, um die Finanzierungslücke von 13,8 Milliarden Euro zu schließen, die durch die angespannte Finanzlage der Krankenkassen entsteht[5]. Diese Lücke wird durch höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen geschlossen. Zudem werden weitere Reformen geplant, wie die Klinikreform des Bundesgesundheitsministeriums, die zu hohen Kosten für die Krankenkassen führen wird, und die Verbesserung der Versorgung in den Hausarztpraxen, die ebenfalls zu Mehrkosten führen wird[1].
### Finanzierung und Beteiligung
Seit 2019 werden die Zusatzbeiträge bei Pflichtversicherten wieder paritätisch finanziert – je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dieser Wechsel zur Finanzierungsparität soll den Wettbewerb unter den Krankenkassen fördern und bei den Versicherten für Kostenbewusstsein sorgen[2]. Der Gesundheitsfonds wird staatlich bezuschusst, um die Finanzierung der Krankenkassen zu stabilisieren, obwohl der Verband der Private Krankenversicherung die Zuschüsse kritisiert[2].
### Auswirkungen auf die Versicherten
Die Erhöhung der Zusatzbeiträge bedeutet, dass die Versicherten mehr Geld in die Tasche legen müssen. Eine Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte bei einem Einkommen von 3.000 Euro brutto im Monat würde etwa zwölf Euro weniger netto bedeuten. Versicherte haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn ihre Krankenkasse den Beitrag erhöht[5].
Insgesamt wird die Erhöhung der Zusatzbeiträge 2025 zu einer Belastung für die Versicherten führen, um die Finanzierungslücke der Krankenkassen zu schließen und die notwendigen Reformen zu finanzieren.
Mehr dazu auf: https://www.nn.de Nürnberger Gesundheitsökonom zu Krankenkassen: „Zusatzbeiträge werden weiter steigen“