https://www.capital.de berichtet:
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly plant die Errichtung einer neuen Fabrik in Alzey, Rheinland-Pfalz, um Abnehmspritzen herzustellen. Diese Investition von etwa 2,3 Milliarden Euro ist eine der größten Einzelinvestitionen des Unternehmens in Deutschland und soll bis zu 1.000 Arbeitsplätze schaffen. Der Produktionsstart ist für 2027 geplant. Die Abnehmspritzen, die Eli Lilly herstellt, sind weltweit sehr gefragt und werden zur Behandlung von Adipositas eingesetzt. Sie sehen aus wie ein Stift und müssen von den Patienten selbst injiziert werden. Die Kosten für eine Therapie mit diesen Spritzen sind derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, sondern müssen von den Patienten selbst getragen. Die Investition in Alzey wird als Signal für die Attraktivität des Industriestandorts Deutschland angesehen. Bundeskanzler Olaf Scholz und andere Politiker haben die Investition als wichtigen Schritt für die deutsche Wirtschaft gefeiert. Trotz der potenziellen Vorteile der Abnehmspritzen gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Kosten und der möglichen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Einige Experten befürchten, dass die Erstattung der Kosten durch die Krankenkassen zu einer erheblichen Belastung des Systems führen könnte, da die Therapiekosten hoch sind und viele Menschen von den Spritzen profitieren könnten.
Mehr dazu auf: https://www.capital.de Kampf um Abnehmspritzen – ein Lehrstück über Pharmalobbyismus – Capital.de