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https://www.apotheke-adhoc.de berichtet:

Die Finanzreserven der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland haben sich zum Jahreswechsel 2024 erheblich verringert und liegen weit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Maß von 20 Prozent einer Monatsausgabe. Dies hat zu einem hohen Defizit von 6,2 Milliarden Euro geführt, wobei einige Kassen bereits verschuldet sind. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz liegt bei über 2,9 Prozent, was den höchsten Beitragssatzanstieg in der Geschichte der Bundesrepublik darstellt[1][5].

Um die Finanzlage zu stabilisieren, wird eine umfassende Finanzstatusberichterstattung erforderlich. Der Schätzerkreis soll eine Sondertagung abhalten, um die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung zu ermitteln. Dieser Bericht soll Grundlage für Handlungsempfehlungen sein und eine Prognose für das nächste Jahr sowie eine Einschätzung bis zum Ende der Wahlperiode enthalten[1].

Zu den notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzen zählen die Rückzahlung von Corona-Finanzmitteln an die Pflegeversicherung und die endgültige Übernahme der Krankenkassenausgaben für Bürgergeldempfänger durch den Bund. Diese Unterfinanzierung beläuft sich bis zu zehn Milliarden Euro jährlich[1][5]. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) betont, dass tiefgreifende Strukturreformen im Gesundheitswesen erforderlich sind, um die Finanzsituation der Krankenkassen zu stabilisieren[1][5].

Mehr dazu auf: https://www.apotheke-adhoc.de DAK-Chef fordert Kassensturz im Gesundheitswesen | APOTHEKE ADHOC