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https://www.rnd.de berichtet:

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland verzeichneten im vergangenen Jahr ein Defizit von 6,2 Milliarden Euro. Die Finanzreserven der Kassen sanken auf 2,1 Milliarden Euro, was nur 0,08 Monatsausgaben entspricht und nicht einmal die Hälfte der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben erreicht. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärte, dass das hohe Defizit nicht nur auf den inflationsbedingt hohen Anstieg der Ausgaben für Personal und medizinische Leistungen zurückzuführen ist, sondern auch auf die mangelnde Modernisierung des Gesundheitssystems in den vergangenen Legislaturperioden. Die Ausgaben der Krankenkassen stiegen um 8,1 Prozent, wobei die größten Posten Klinikbehandlungen (101,7 Milliarden Euro) und Arzneimittel (55,2 Milliarden Euro) darstellten. Die Verwaltungskosten sanken hingegen um 0,6 Prozent. Um das Defizit zu stabilisieren, forderte Lauterbach die Umsetzung von Strukturreformen und die Dynamisierung des Bundeszuschusses für versicherungsfremde Leistungen. Er betonte, dass die Beitragssätze weiter steigen müssen, um die Finanzierung der Krankenkassen zu sichern. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen forderte, dass es keine Preis- oder Honorarerhöhungen mehr geben darf, die über die laufenden Einnahmen hinausgehen. 82 Krankenkassen hoben ihren Zusatzbeitrag an, während bei elf Kassen dieser unverändert blieb. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag lag Anfang 2025 bei 2,92 Prozent, was höher als der amtliche Orientierungswert von 2,5 Prozent lag.

Mehr dazu auf: https://www.rnd.de Gesetzliche Krankenkassen: Milliardenverlust im Jahr 2024 – RND