https://www.t-online.de berichtet:
Der Artikel beschäftigt sich mit dem Problem falscher Diagnosen in Patientenakten und deren Auswirkungen auf die Versicherungschancen von Betroffenen. Falsche Diagnosen können durch wirtschaftlichen Druck im Gesundheitswesen entstehen, wie Dr. Ruth Hecker vom Aktionsbündnis Patientensicherheit erklärt. Diese Fehldiagnosen können durch echte Behandlungsfehler oder Flüchtigkeitsfehler in der Datenübertragung entstehen und haben schwerwiegende Konsequenzen, insbesondere bei Notfällen, wo falsche Diagnosen zu falschen medizinischen Entscheidungen führen können.
Patienten, die eine private Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, können aufgrund unzutreffender Einträge in ihrer Krankenakte Probleme bekommen. Besonders problematisch sind sogenannte F-Diagnosen, die auf psychische Erkrankungen hinweisen. Versicherer lehnen Anträge oft ab, da sie das Risiko nicht kalkulieren können. Einige Betroffene berichten von Diagnosen, die ihnen bis dahin gar nicht bekannt waren, wie etwa die Diagnose ‚F32.9‘ für eine depressive Episode, die Sophie Riedinger in ihrer Patientenakte fand und die sie bei der Versicherungsantragstellung als suizidgefährdet galt.
Um solche Probleme zu vermeiden, raten Experten, die eigene Krankenakte regelmäßig zu prüfen. Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab Mitte Januar 2025 könnte mehr Transparenz über die Einträge geschaffen werden. Patienten haben auch das Recht, eine Patientenquittung bei ihrem Arzt anzufordern, die alle Leistungen und Kosten auflistet, die Ärzte bei den Krankenkassen abrechnen.
Mehr dazu auf: https://www.t-online.de Gefährliche Fehldiagnosen: Was tun, wenn die Krankenakte nicht stimmt? – T-Online