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https://www.lkz.de berichtet:

Der Artikel thematisiert die dringende Notwendigkeit von Reformen im deutschen Gesundheitswesen, insbesondere in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Alexander Schmid, Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Ludwigsburg-Rems-Murr, betont, dass die Politik unverzüglich handeln muss, um die immer weiter auseinanderklaffenden Einnahmen und Ausgaben im Gesundheitssektor zu überbrücken. Die Kosten im Gesundheitswesen haben in den letzten Jahren stark zugenommen: Die Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlungen stiegen von 2013 bis 2023 um 47,5 %, die für Arzneimittel um 65,6 % und für Krankenhausbehandlungen um fast 45 %. Dies führt zu einem milliardenschweren Defizit in der GKV, das in den Jahren 2024 und 2025 zusammen fast so stark wachsen wird wie in den zehn Jahren zuvor. Allein im letzten Jahr betrug das Minus in der GKV 6,2 Milliarden Euro, trotz bereits stark angepasster Beitragssätze. Die Gründe für diese Entwicklung liegen im demografischen Wandel, medizinischen Fortschritt und ineffizienten Strukturen. Hinzu kommen teure Reformen der Politik und tiefe Eingriffe in die Rücklagen solide haushaltender Krankenkassen. Die Einnahmen bleiben aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage immer weiter hinter den Ausgaben zurück. Die AOK fordert von der neuen Regierung ein entschlossenes Eingreifen und weitreichende Reformen für ein effizienteres Gesundheitswesen. Dazu gehören: – Eine auskömmliche Finanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfangende. – Die Transformation der Kliniklandschaft sollte aus Steuermitteln finanziert werden. – Effizienzpotenziale bei gleichzeitiger Verbesserung der Versorgungsqualität nutzen, wie durch Digitalisierung. – Die Reduzierung der Mehrwertsteuer für Arzneimittel auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent. – Bewährte Präventionsmaßnahmen erweitern statt sie zurückzufahren. – Eine umfassende, langfristig ausgerichtete Struktur- und Finanzreform in der Pflegeversicherung. Die neue Regierung soll beherztes Handeln und Mut zu den nötigen Reformen zeigen, um die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu meistern[1].

Mehr dazu auf: https://www.lkz.de AOK sieht Zeit für beherztes Handeln, damit Gesundheitspolitik bezahlbar bleibt