https://www.merkur.de berichtet:
Die Krankenkassen in Deutschland warnen vor steigenden Beiträgen und fordern schnelles Handeln von der neuen Bundesregierung. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im Jahr 2024 ein Defizit von 6,2 Milliarden Euro verzeichnet, was zu einer Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 1,7 auf 2,5 Prozent geführt hat. Dieser Zusatzbeitrag wird zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichmäßig aufgeteilt und ist notwendig, um die Kosten der Krankenkassen vollständig zu decken, da der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent nicht ausreicht.
Der GKV-Spitzenverband fordert ein Ausgabenmoratorium, um die Ausgaben der Krankenkassen nicht weiter schneller zu steigern als die Einnahmen. Dies würde Zeit gewinnen, um notwendige Strukturreformen anzugehen und weitere Beitragserhöhungen zu vermeiden. Ohne solche Maßnahmen könnten spätestens Anfang 2026 erneut deutlich steigende Krankenkassenbeiträge für Millionen Versicherte und deren Arbeitgebende bedeuten.
Zusätzlich wird die Finanzierung der Krankenhausreform diskutiert. Der Bundesrat hat eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums mit Änderungen zur Unterstützung des „Transformationsfonds“ beschlossen, der von 2026 bis 2035 bis zu 25 Milliarden Euro fließen soll. Der Spitzenverband der Krankenkassen fordert jedoch, dass diese Mittel aus Steuermitteln und nicht aus Beitragsgeldern stammen sollten, um die verfassungswidrige Teilfinanzierung aus Beitragsgeldern zu vermeiden[1][2][5].
Mehr dazu auf: https://www.merkur.de Krankenkassen schlagen Alarm wegen Beiträgen – und nennen nächsten Zeitpunkt für Erhöhung