https://www.stb-web.de berichtet:
Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2024 ein Defizit von rund 6,2 Milliarden Euro verzeichnet, was das zweithöchste Defizit in den vergangenen zehn Jahren ist. Die Einnahmen beliefen sich auf über 320,6 Milliarden Euro, während die Ausgaben bei etwa 326,9 Milliarden Euro lagen. Der Gesundheitsfonds verzeichnete ein Defizit von 3,7 Milliarden Euro, das hauptsächlich auf eine Maßnahme des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes zurückzuführen ist. Durch die Absenkung der Liquiditätsreserve wurden rund 3,1 Milliarden Euro an die Krankenkassen ausgeschüttet, um die Zusatzbeitragssätze zu stabilisieren[1][2][4]. Die Beitragseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent, vor allem aufgrund inflationsbedingt kräftiger Lohnsteigerungen. Die Leistungsausgaben stiegen um etwa 8 Prozent, wobei die Aufwendungen für Krankenhausbehandlungen und die Pflegepersonalkosten besonders stark anstiegen. Die Arzneimittelausgaben stiegen um 10 Prozent, was auf die Anhebung des Herstellerrabattes zurückzuführen ist[1][2][4]. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betonte, dass das hohe Defizit auch auf die fehlende Modernisierung des Gesundheitssystems in den vergangenen Legislaturperioden zurückzuführen sei. Er plädierte für tiefgreifende Strukturreformen, wie das Digitalgesetz und die Krankenhausreform, um die Finanzen der Krankenkassen zu stabilisieren[1][2][4].
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