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https://www.focus.de berichtet:

Der Wirtschaftsweise Martin Werding kritisiert die ineffiziente Ausgabensteigerung in der Kranken- und Pflegeversicherung, die stärker ansteigt als in der Rentenversicherung. Trotz der jüngsten Krankenhausreform sieht Werding dringenden Korrekturbedarf im Gesundheitswesen. In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird viel Geld ohne Verbesserung der Versorgungsqualität und Gesundheit verschwendet, so Werding gegenüber dem FOCUS. Um die Effizienzprobleme im Gesundheitswesen zu lösen, fordert Werding mehr Wettbewerb. Krankenkassen sollten sich mit regionalen Arztpraxen und Krankenhäusern zu Netzwerken zusammenschließen, um eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Versorgung zu gewährleisten. Kassen, die dies nicht leisten, verlieren langfristig Versicherte. Zudem muss der Anstieg der Pharmakosten stärker begrenzt werden. Zusätzlich fordert Werding längere Lebensarbeitszeiten, um der Alterung der Bevölkerung zu begegnen. Spätestens nach 2031 sollte die Regelaltersgrenze angehoben werden. Die künftige Bundesregierung sollte auch die geplante aktienbasierte Vorsorge vorantreiben. Die abgewählte Ampel-Regierung hatte sich im vergangenen Sommer auf das Rentenpaket II geeinigt, das das Rentenniveau bis 2039 bei 48 Prozent des Durchschnittslohns festsetzen soll. Darüber hinaus hatte die Koalition das aktienbasierte Generationenkapital vorgesehen, das bis 2035 einen Kapitalstock von mindestens 200 Milliarden Euro erreichen sollte. Die Erträge daraus sollten in die Rentenkasse fließen und den Anstieg der Beitragssätze dämpfen[1][4].

Mehr dazu auf: https://www.focus.de Ökonom rechnet mit Krankenkassen ab – und fordert Umbau des Gesundheitssystems