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https://www.focus.de berichtet:

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland befinden sich in einer prekären finanziellen Situation. Der Chef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, hat alarmiert und vor steigenden Beiträgen in den nächsten Monaten gewarnt. Storm beschreibt die Finanzlage als „desaströs“ und betont, dass die Reserven der Krankenkassen aufgebracht sind. Er fordert von der neuen Bundesregierung, schnell handeln zu müssen, um die Dimension der Finanzprobleme zu erkennen und zu bewältigen.

Storm skizziert ein Worst-Case-Szenario, in dem ohne schnelles Handeln weitere Beitragserhöhungen unterjährig drohen. Er kritisiert die Ampel-Regierung für die Missstände und fordert einen Gesundheits- und Pflegegipfel innerhalb der nächsten zwei Monate im Kanzleramt. Ziel ist ein „Sofortprogramm“ für die Kassen, das einen höheren Bundeszuschuss und die Einstellung der verfassungswidrigen Finanzierung der Krankenhausreform umfasst. Darüber hinaus erinnert Storm daran, dass die Pflegeversicherung eine Rückzahlung der Corona-Ausgaben in Höhe von sechs Milliarden Euro verlangt.

Auch der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, hat die Politik kritisiert und vor Insolvenzen gewarnt. Die Schere zwischen den Beitragseinnahmen und den Ausgaben im Gesundheitssystem werde immer weiter auseinandergehen, und die Politik tue nichts dagegen.

Zahlen des Portals „Politico“ bestätigen die Alarmstimmung der Kassenchefs. Das Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2024 sei auf mehr als sechs Milliarden Euro gestiegen, was deutlich mehr ist als zuletzt erwartet. Der Verband der Ersatzkassen meldet ein Minus von 2,5 Milliarden Euro, die Allgemeinen Ortskrankenkassen ein Minus von 1,5 Milliarden Euro, die Betriebskrankenkassen von 1,4 Milliarden Euro und die Innungskrankenkassen von 662 Millionen Euro.

Mehr dazu auf: https://www.focus.de DAK-Chef schlägt Alarm und warnt vor steigenden Beiträgen in den nächsten Monaten